Pressestimmen

 
"Hin und Weg" ist der Titel des Programmes von "Gedicht-Glanz in Jazz-Pick", mit dem sich das Lautrer Duo dem Ursprung der Gattung nähert: Lyrik bezeichnete einst den Vortrag zum Spiel der Lyra. Wie fast jeder Satz im Programm ist die Überschrift des Abends ein hintergründiges Wortspiel: Hin und weg voneinander bewegten sich am Mittwoch Musik und Text, sie stützten sich, ironisierten einander, fügten sich zu einem neuen Ganzen. ... bald stand fest: Der Gedichtglanz fordert den Besucher. In dichter Formation flogen die Sprachbilder durch den Raum, Eva Paula Pick koppelte Sprechrhythmus und Lautstärke ab vom Keybord, forderte gleichzeitig Aufmerksamkeit fürs Gedicht wie für ihre Körpersprache. Ab und wirkte jede einzelne Zeile wie eine Aufforderung zum Dialog, dann wieder wie eine Antwort. ... Schon ging es weiter, nachdenklich und zweifelnd, sanft und leise, selbstsicher und schadronierend, komisch, lautmalerisch und ab und an absurd. ... Dann wurde deutlich, dass eva Paula Pick auch ausgebildeter Clown ist. Zunehmend zog sie die Register des pantomimischen Ausdrucks. Und so schlug die Kultursimmernacht dieses Mal auch den bogen vom Schwerpunktthema Literatur zum Schauspiel. Chapeau!"
                                                   Die Rheinpfalz, 24.Juni 2011

"Glanzmann ist ein ideenreich gestaltender Jazz-Pianist, der zwar einsern am Grundrhythmus bleibt, aber Standards immer wieder mit neuen Impulsen und Inhalten füllt. Sein Vortrag folgte gekonnt der Prosodie der Texte. Die stammen teilweise aus dem Gedichtband der Lyrikerin und Kabarettistin Eva Paula Pick mit dem Titel "Baden im Winter".
Wie schon der Titel andeutet, bewegt sich Pick ständig im Grenzbereich aus hinter, tief- und auch bisweilen widersinnig. Sie liebt den metaphorischen Verlgeich wie die bildhafte Sprache und in der Syntax Umstellungen, die irritieren und provokant wirken. Das ist gewollt; die auch im Genre von Improvisations- und Clowntheater aktive, sehr vielseitige Künstlerin macht mit ihren scheinbar humoristischen Wortspielen nämlich Ernst. Sie liebt das Paradoxe, das Skurile ebenso wie das Sozialkritische und Surrealistische. ... Im Tete-a-Tete mit Klängen und Worten schwingt zwischen den Zeilen etwas mit, was nur schwer beschrieben werden kann. Das kommt in der sehr ausdrucksstarken Vortragskunst- im ganzen Habitus aus Gestik und Mimik - erst richtig zum Ausdruck."
                                                Die Rheinpfalz 25.Mai 2012

"Die beiden Künstler arbeiteten homogen zusammen und schafften es, gesellschaftlich Relevantes 'von hinten durch die Brust ins Auge' zu vermitteln. So fühlten sich etwa Besitzer eher wilder Nutzgärten von Picks Text 'Wurzelstücke" bestätigt. In diesem Fühlen sich 'Gurken, Schlafmohn und Gemüse' wohl. Während ' die Nachbarn auf ihren kurz geschnittenen Rasen' und sicher ebenso kurzgehaltenen Gemütern strafend über den Zaun lugen. Ebenso konsequent ordentlich und vorauseilend brav räumen, salzen und bestreuen die Dörfler den jungfräulich frisch gefallenen Scnee im Gedicht 'Weggeschichte'. Während der Gang durch den nahen Wald den Zauber der weißen Pracht offenbart und selbst die sonst so wichtigen Ortsnamen dem Frostn anheimfallen. 'Wir sehen die Schilder, sind blind, haben den Weg vergessen', dichtet Pick hier trefflich. ... Dazu kamen lautmalerische und experimentelle Sequenzen, die unterstützt und getragen vom einfühlsamen und poitierten Spiel Peter Glanzmanns auf dem E-Piano über Strecken Hexen- oder Sirenengesängen glichen.
Überhaupt verbanden sich die Rhythmen der Verse und die Rhythmen aus den Tasten zu einem Gesamtkunstwerk, das die Gäste packte. ... Das jazz-lyrische Programm von Pick und Glanzmann ist ein echter Geheimtipp. Man sollte es nicht versäumen, wenn es wieder aufgeführt wird."
                                                             Die Rheinpfalz 2.12.11


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